Da Matthieu auch gerne Rennen fährt, stand am Wochenende dann noch der Marathon in Rhens auf dem Kalender.
Hier sein Bericht:
Schon vor dem Start auf dem Rathausplatz in Rhens war klar: Das wird ein heißer Renntag. Gleich nach dem Start wartet mit dem langen Anstieg durchs Rhenser Mühlental die erste Gelegenheit, Höhenmeter zu sammeln und wer hier auf eine flowige Erholung danach hofft, wird schnell enttäuscht. Stattdessen folgen mehrere, teils mehrere hundert Meter lange Anstiege, unterbrochen von kurzen, knackigen Abfahrten auf losem Schotter. Spätestens da wurde mir klar: Mein Reifendruck war deutlich zu hoch.
Ab Kilometer 16 begann dann die eigentliche Odyssee, eingeleitet von über 19 % Gefälle am Jakobsberg. In diesem Abschnitt hätte ich mein Hardtail wirklich zu schätzen gewusst. Der lose Untergrund, enge Kurven und steile Passagen brachten mich ans Limit meiner Gravel-Skills. Meine persönlichen Held:innen an diesem Tag: das Team der Verpflegungsstation am Fuß des Jakobsbergs. In der prallen Sonne sorgten sie mit Wasser und Snacks für dringend benötigte Energie und Kühlung. In der Mittagshitze ging es weiter über offene Feldwege Richtung Ahrberg und mit ein paar zusätzlichen Höhenmetern über Kriesenkopf und Kieselberg zurück nach Rhens.
Am Ende schmeckte die üppige Portion Nudeln mit Tomatensoße fast noch besser als der 3. Platz in der Elite-Altersklasse. Nach einem ausgiebigen Eisbad kann ich nur sagen: fordernd, technisch anspruchsvoll, aber absolut lohnend. Die Anmeldung fürs nächste Jahr ist quasi schon gesetzt!


